THOMAS JÄGER UND MS RACING BEHAUPTEN SPITZENPOSITION.

Montag, den 21. September 2009

„Hauptsache, die Führung verteidigt“ lautet das Fazit von MS RACING nach dem Wochenende in Barcelona: Denn in einem Rennen mit viel Schatten und weniger Licht konnten sowohl Thomas Jäger in der Fahrerwertung als auch MS RACING in der Teamwertung ihre Spitzenposition verteidigen. Sieger des 7. Laufes im deutschen Carrera Cup wurde der Niederländer Jeroen Bleekemolen (Araxa) vor Robert Renauer (Farnbacher) und dem spanischen Gastfahrer Siso Cunill (Konrad).

Überschattet wurde das Geschehen auf dem Circuit de Catalunya von einem schweren Unfall, bei dem alle drei Fahrzeuge vom Team tolimit/Seyffahrt Motorsport verwickelt waren. Nach einem Dreher von Jan Seyffahrt beim Herausbeschleunigen aus der ersten Kurve krachte Sebastian Asch (Schnabl Engineering) frontal in dessen linke Fahrzeugseite. In Folge dessen kollidierten auch Seyffahrts Teamkollegen Niclas Kentenich und David Sigacev, so dass die Rennleitung zunächst das Safety Car auf die Strecke schickte und kurz darauf das Rennen unterbrechen musste.

„Nach dem Neustart war es vorrangig für mich, ins Ziel zu kommen und zu punkten“, kommentierte Thomas Jäger das auf 23 Runden verkürzte Rennen. Denn nachdem der Münchner dem Unfall nur knapp entgangen war, hielt sich der dreifache Saisonsieger nach dem Neustart aus den teilweise sehr hart geführten Positionskämpfen weitestgehend heraus und brachte taktisch klug seinen sechsten Startplatz ins Ziel. Durch den gleichzeitigen Ausfall von Jan Seyffarth konnte Thomas Jäger seine Führung in der Fahrerwertung ausbauen, was für den 32jährigen jedoch zur Nebensache geriet: „Wichtig ist nur, dass alle Beteiligten den Unfall einigermaßen glimpflich überstanden haben. Ich wünsche ihnen von dieser Stelle alles Gute für eine schnelle Genesung.“

Wenig glücklich verlief das Rennen für Florian Stoll. Von einem hervorragenden 7. Platz gestartet, wurde der 28jährige in der ersten Kurve von Nicki Thiim (Hermes Attempto) in den Kies geschoben und fand sich beim Neustart in der letzten Reihe wieder. „Florian klebt in dieser Saison wirklich das Pech an den Reifen,“, bedauerte Orga-Chef Andreas Böttner den Team-Youngster, der überdies nach einem Reifenschaden weitere Zeit verlor.„Denn vom Speed her hat sich Flo von Rennen zu Rennen gesteigert, in Barcelona war er sogar der Schnellste im Team.“ Dank einer couragierten Vorstellung konnte Stoll als 13-ter noch in die Punkteränge fahren und sich in der Gesamtwertung auf Rang 10 vorarbeiten.

Überaus zufrieden war in Barcelona indes Hubert Haupt. Der 40jährige Münchner, in Spanien für den verletzten Florian Scholze im Cockpit, steuerte seinen Boliden von Startplatz 18 auf einen hervorragenden 8. Rang und erkämpfte wichtige Punkte für die Teamwertung. „Mit dem Mannschaftsergebnis können wir angesichts der Gesamtumstände überaus zufrieden sein“, bilanziert Teamchef Harald Böttner und blickt optimistisch auf das vorletzte Rennen in Dijon. „Wir haben bereits einmal in Dijon getestet und werden das bis zum Rennen noch ein zweites Mal tun. Ich glaube, die Strecke liegt uns.“

In Frankreich hofft MS RACING zudem auf den Heimvorteil von Scholze-Vertreter Renaud Derlot. Der Führende des französischen Carrera Cups hat in dieser Saison in Dijon-Prenois bereits gewonnen.